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Brucker Tennishalle erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Nach mehr als zehn Jahren erhält Bruck an der Mur wieder eine moderne Tennishalle. Der ESV-Tennis Bruck will gemeinsam mit Kindberg endgültig zum Tenniszentrum der Obersteiermark avancieren.


Die unendliche Leidensgeschichte der Tennishalle auf der Brucker Murinsel begann im Jahre 2005. Aufgrund von Fehlern beim Platzbau wölbte sich der Boden auf, nach und nach wurden alle drei Plätze unbespielbar und der Betrieb musste eingestellt werden. Die Besitzerin wollte daraufhin nicht mehr investieren, wodurch die Halle innerlich ihrem Verfall preisgegeben war. Jahrelange Versuche der Vereinsverantwortlichen, in den Besitz der Halle zukommen, scheiterten an unrealistischen Preisvorstellungen der Besitzerin. Lange Zeit herrschte Funkstille unter den Beteiligten und das Thema Halle schien endgültig vom Tisch.

Neustart vor eineinhalb Jahren

Die neue Funktionärsriege um den geschäftsführenden ESV-Obmann Christian Mayer nahm vor eineinhalb Jahren den Ball wieder auf. Mayer, der sich auch als Obersteiermark-Referent im Steirischen Tennisverband (STTV) um die Weiterentwicklung des Tennissports in der Region bemüht, stellte die Gesprächsbasis mit der Besitzerin wieder her und holte auch die Stadt mit Bürgermeister Hans Straßegger ins Boot. Ziel der Verhandlungen war ganz klar, die Halle in den Besitz des Vereins zu bekommen. Es bedurfte jedoch noch mehrerer Einzelgespräche und Verhandlungen, die Anfang Dezember schlussendlich doch noch zu einem positiven Ende geführt werden konnten.

Unendliche Geschichte ist beendet

Damit endet nun eine 10-jährige Durststrecke, in denen es in Bruck keinen Winterspielbetrieb gab und man in die umliegenden Hallen ausweichen musste. „Die Zeit ist vorbei, jetzt können wir den ESV-Tennis neu entwickeln und fit für die Zukunft machen“, freut sich Mayer, der mit seinen Kollegen große Ziele verfolgt. So sind jetzt etwa größere Turniere, Landes- und Bundesmeisterschaften wieder leichter durchführbar. Außerdem spart sich der Verein Fahrtkosten und externen Hallenkosten, was mehr finanziellen Spielraum mit sich bringt.

Die Halle zu füllen, wird laut Mayer nicht schwierig sein: „Seitdem die Leute wissen, dass wieder verhandelt wird, haben wir bereits unzählige Abo-Anfragen von Spielern, die wieder in Bruck spielen wollen. Aufgrund der zentralen Lage sind wir neben dem Brucker auch für das gesamte Leobener Einzugsgebiet interessant“, so Mayer. In die Karten spielt den Bruckern sicher die Tatsache, dass es in Leoben, St. Michael und Oberaich keine Hallen mehr gibt. Das Potential an Tennisspielern ist enorm, steiermarkweit gibt es 8.000 Meisterschaftsspieler in 1.100 Mannschaften, hinzu kommt der gesamte Hobbybereich, der gerade im Mur- und Mürztal boomt.

1. Regionales Leistungszentrum der Obersteiermark

Der Hauptgrund für das große Engagement um eine Tennishalle ist aber noch ein anderer: Als Obersteiermark-Referent setzt sich Mayer seit Beginn für die Errichtung eines regionalen Leistungszentrums des Steirischen Tennisverbandes in der Obersteiermark ein. Dank der neuen Halle kann dieses Projekt nun in Bruck an der Mur und Kindberg umgesetzt werden. „Bruck und Kindberg verfügen dann über die beste Infrastruktur und hervorragende Strukturen. Zusammen können wir zum absoluten Tenniszentrum der Obersteiermark avancieren und vor allem der Jugend eine Chance für eine optimale Entwicklung geben“, ist Mayer überzeugt.

Unter der Leitung der staatlich geprüften Tennislehrer Lukas Labitsch und Gerald Gamauf in enger Zusammenarbeit mit dem professionellen Trainerteam des STTV werden modernste Trainingsmethoden die weitere Entwicklung der Kinder unterstützen und auch die Betreuung bei nationalen Turnieren sichergestellt. Der Steirische Tennisverband mit Vizepräsident Rudolf Steiner steht hinter dem Projekt: „Neben dem Landesleistungszentrum in Leibnitz liegt ein Schwerpunkt des Trainerteams in der Weiterentwicklung des Tennissports in den Regionen. Gerade in der Obersteiermark müssen wir jetzt die idealen Rahmenbedingungen schaffen, damit in Zukunft wieder verstärkt Nachwuchsspielern aus dieser Region der Tennisweg geebnet wird.“

Weitere Aufwertung für die Murinsel

Die Revitalisierung der Tennishalle stellt auch für das gesamte Sportzentrum auf der Murinsel eine Aufwertung dar. Bürgermeister Hans Straßegger sieht die Halle vor allem aus zusätzliches Angebot für die Jugend: „Zur Lebensqualität einer Stadt zählt auch ein gut ausgebautes Freizeitangebot. Mit der Murinsel verfügen wir über ein tolles Sportzentrum, das nun durch eine weitere moderne Infrastruktureinrichtung weiter aufgewertet wird. Ich bin überzeugt, dass die revitalisierte Halle auch neues Interesse vor allem bei der Jugend hervorrufen wird“, meint Straßegger. Die Stadt Bruck machte durch den Kauf zweier Grundstücke unter der Halle und dem Klubhaus das Hallenprojekt überhaupt erst möglich. Somit steht künftig die gesamte Anlage im Besitz der Stadt, wird jedoch weiter an den ESV-Tennis verpachtet.

Eröffnung mit Tennis-Prominenz geplant

Mit der Sanierung der Tennishalle, die ebenso wie der Kauf der Halle vom Verein getragen wird, wird demnächst ein Architekt betraut. „Wir wollen eine moderne Lösung mit bestmöglichem Licht, sodass wir uns von den anderen Hallen abheben“, meint Mayer, der bereits an die Eröffnung im Spätsommer denkt. Dann soll gemeinsam mit Prominenten aus der Tennisszene die Brucker Halle endgültig aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.
 

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