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Verbands-Info

Eklat in Gleisdorf – Koubek attackiert Köllerer und wird disqualifiziert

Im Spitzenspiel des Tennis-Bundesliga-Schlagers zwischen dem TC Gleisdorf und dem UTC Straßburg kam es am 3. Juni 2010 im Duell zwischen Stefan Koubek und Daniel Köllerer zu einem Eklat!

Nachdem das Match eineinhalb Sätze lang ohne den geringsten Zwischenfall verlaufen war, eskalierte die Situation beim Stand von 4:6, 3:2 aus der Sicht des Kärntners. 

Was war passiert? Köllerer schaffte nach dem Serviceverlust zum 1:3 postwendend das Rebreak zum 2:3 und bejubelte diesen Spielgewinn lautstark. In der Folge kam es zu einem Wortgefecht, in dessen Verlauf Köllerer seinen Kontrahenten aufforderte, sich zum Seitenwechsel hinzusetzen. Laut Koubek sei er von Köllerer zudem mit einem derben Schimpfwort bedacht worden. Daraufhin ging der Villacher zur Bank Köllerers, wo zunächst die verbale Auseinandersetzung seine Fortsetzung fand, ehe Koubek dem Oberösterreicher dermaßen heftig an den Hals griff, dass die Spielerbank nach hinten kippte. Daraufhin eilte Oberschiedsrichter Kurt Gogg auf den Platz und sprach nach Rücksprache mit Stuhlschiedsrichter Werner Hötzinger die Disqualifikation über Koubek aus. „Nachdem Werner Hötzinger mir gegenüber versichert hat, dass er die verbale Provokation von Daniel Köllerer nicht gehört hat, musste ich Stefan Koubek den Regeln entsprechend disqualifizieren“, erklärte Gogg.

Die Darstellungen der Spieler über diese Situation gingen naturgemäß weit auseinander. „Ich habe mir noch gestern vorgenommen, dass ich mir in diesem Spiel nichts zuschulden kommen lasse. Ich habe in dieser Situation zu Stefan gesagt, er soll sich hinsetzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger“, sagte Köllerer. „Niemand darf glauben, dass ich jemanden an die Gurgel gehe, wenn er nichts zu mir sagt. Vielleicht gehört so eine Aktion nicht auf den Platz, aber ich bin Manns genug, um mich nicht beschimpfen zu lassen – schon gar nicht von einem Herrn Köllerer“, polterte Koubek, der auch am Schiedsrichter kein gutes Haar ließ: „Die Zuschauer rundherum haben gehört, was er zu mir gesagt hat, nur er nicht.“

Straßburg-Mannschaftsführer Georg Pirkebner brachte die Sache auf den Punkt: „Für mich war das eineinhalb Sätze lang eine normale Partie auf gutem Niveau. Es ist schade für das Tennis, dass dieses Match so zu Ende gehen musste.“ Laut Regulativ ist Stefan Koubek nicht nur für das heute noch zu spielende Doppel, sondern auch für die zwei restlichen Vorrundenspiele der Gleisdorfer am Samstag beim LTM Team Wien und am Sonntag zu Hause gegen die Sportunion Klagenfurt gesperrt.

Auf den anderen Plätzen wurde jedoch gutes Tennis geboten, sehr zur Freude der mehr als 1000 Fans. Noch mehr freuten sich die Fans natürlich, dass sich die Heim-Mannschaft schlussendlich mit 6:3 durchsetzen konnte.

Tennis-Bundesliga (Gruppe B):
TC Gleisdorf – UTC Straßburg 6:3

Einzel:

Stefan KOUBEK – Daniel KÖLLERER 4:6, 3:2 Disqualifikation Koubek

Björn PHAU – Martin SLANAR 4:6, 6:7 (6/8)

Martin FISCHER – Alexander FLOCK 7:5, 6:1

Alexander PEYA – Jiri NOVAK 7:5, 6:3

Christian MAGG – Werner ESCHAUER 5:7, 6:4, 7:6 (8/6)

Patrick SCHMÖLZER – Michael LINZER 2:6, 6:2, 6:3

Doppel:

Alexander PEYA / Björn PHAU – Jiri NOVAK / Martin SLANAR 3:6, 6:7 (2/7)

Martin FISCHER / Patrick SCHMÖLZER – Daniel KÖLLERER / Wolfgang SCHRANZ 3:6, 6:3, 11:9

Christian MAGG / Markus WEIGLHOFER – Werner ESCHAUER / Alexander FLOCK 6:3, 6:4

2. Spiel: Sportunion Klagenfurt – LTM Team Wien 2:7

Tennis-Bundesliga (Gruppe A):
1. Salzburger TC Stiegl – UTC Vandans 7:2
ULTV Linz – TC Deutsch-Wagram 7:2

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