10.05.2017
Pressekonferenz im Center Court Graz

Der STTV lud zur Saisonauftaktpressekonferenz mit Sportlandesrat Lang und Steiermarks Nr. 1 Sebastian Ofner

LR Anton Lang, Sebastian Ofner und Barbara Muhr

Steirische Mannschaftsmeisterschaft: 1.150 Teams, 22.480 Matches und 46.000 Bälle

Sportlandesrat Anton Lang: „Tennis erfreut sich in der Steiermark großer Beliebtheit“


Graz, 10. Mai 2017. – Mit imposanten Zahlen starten die Steirischen Freiluft-Mannschaftsmeisterschaften im Tennis in die Saison 2017! Nicht weniger als 8.500 Spielerinnen und Spieler werden in 1.150 Teams und 23 Altersklassen um Spiel, Satz und Sieg kämpfen! Um alle Titelträger zu ermitteln, werden ca. 3.600 Begegnungen notwendig sein, in deren Rahmen rund 22.480 Matches (15.250 im Einzel und 7.230 im Doppel) ausgetragen werden. Dabei wird es einen „Filzkugel-Verschleiß“ von 46.000 Bällen geben.

„Diese beeindruckenden Zahlen dokumentieren am besten den Aufschwung des Tennissports in der Steiermark, der natürlich auch in Zusammenhang mit den herausragenden Erfolgen von Dominic Thiem steht. So haben wir heuer bei den Steirischen Kids- und Jugendlandesmeisterschaften in der Halle bereits Nennrekorde verzeichnet. Als Steirischer Tennisverband müssen wir diese positive Entwicklung nutzen, neue Ideen für die Kids bis hin zu den Senioren umsetzen und bereits laufende Projekte optimieren“, erklärt STTV-Präsidentin Barbara Muhr.

Sportlandesrat Anton Lang zeigt sich erfreut über den weiß-grünen Tennis-Boom: „Ohne entsprechende Breite sind im Sport auch an der Spitze keine Topleistungen möglich. Mit seiner zielgerichteten und innovativen Ausrichtung ist der Steirische Tennisverband ein Vorzeigebeispiel dafür, wie erfolgreiche Arbeit auf allen Ebenen funktioniert. 25.000 aktive Spielerinnen und Spieler sowie die beeindruckende Anzahl von 1.150 Teams, die an der Mannschaftsmeisterschaft teilnehmen, zeugen nicht nur von einer überaus lebendigen Tennisszene im Land, sondern belegen auch, welch großer Beliebtheit sich diese Sportart in der Steiermark erfreut“, betont Lang.

In der Bundesliga-Saison 2017 schlagen 25 Mannschaften aus der Steiermark auf

In der Bundesliga-Saison 2017 stellt der STTV nicht weniger als 25 Mannschaften (7 in den Allgemeinen Klassen, 18 in den Seniorenklassen). Bei den Herren startet der TC Gleisdorf am 20. Mai 2017 auf eigener Anlage mit dem Duell gegen den ATV Irdning in das Unternehmen Titelverteidigung in der Bundesliga I. Mit dem TK Gratkorn, für den die steirische Nummer eins Sebastian Ofner aufschlagen wird, ist ein drittes weiß-grünes Männerteam, das zum Auftakt am 20. Mai zu Hause auf den Wiener Athletiksport-Club trifft, in der obersten Spielklasse vertreten. Die Gratkorner spielen ebenso wie Gleisdorf und Irdning in Gruppe A, womit es in der Vorrunde gleich bei drei steirischen Derbys heiß hergehen wird.

In der Bundesliga I der Damen wird man den Grazer Park Club nach der Verpflichtung der lettischen Weltklassespielerin Anastasia Sewastowa bei der Titelvergabe auf der Rechnung haben müssen. Bei den GPC-Ladies greift zudem mit Nicole Rottmann die aktuelle weiß-grüne Nummer eins zum Racket. Das erste Heimspiel des Park Clubs in Gruppe B steigt am 27. Mai 2017 gegen den ATSV Steyr. Die GAK-Damen kämpfen in Gruppe A (erstes Heimspiel am 25. Mai 2017 gegen das Team OÖ) um einen Platz im Final Four, das von 8. bis 10. September 2017 auf dem Programm steht. In der Bundesliga II sind der TC Kern Vogau bei den Herren bzw. der TC Weiz bei den Damen mit von der Partie.

TC Kern in Vogau und Grazer Park Club sind wieder Schauplätze von Future-Turnieren

Muhr: „Steirische Landesmeisterschaften sollen besonderen Stellenwert erhalten!“

Neben der Mannschaftsmeisterschaft zählen auch die beiden Future-Turniere zu den Höhepunkten der steirischen Tennis-Saison 2017! Von 31. Juli bis 6. August spielen die Herren beim TC Kern in Vogau wieder um wertvolle Weltranglisten-Punkte. Von 14. bis 20. August ist dann der Grazer Park Club zum dritten Mal Schauplatz der Styrian Ladies Open. „Diese Turniere bieten nicht nur steirischen, sondern allen österreichischen Spielerinnen und Spielern eine optimale Gelegenheit, um wichtige Erfahrungen zu sammeln und sich mit internationaler Konkurrenz zu messen. Wie wertvoll diese Turniere sind, sieht man am Beispiel von Sebastian Ofner, der sich im Vorjahr sehr erfolgreich auf Future-Ebene geschlagen hat und dadurch den Sprung auf die nächsthöhere ATP-Challenger-Tour geschafft hat“, streicht STTV-Präsidentin Muhr die Wichtigkeit der mit 15.000 US-Dollar dotierten Futures heraus.

Im Spätsommer gelangen mit den Steirischen Freiluft-Meisterschaften weitere Highlights zur Austragung. Von 26. August bis 3. September werden in Gleisdorf die Titelträger in der Allgemeinen Klasse, ITN und im Rollstuhltennis gekürt. Für die Senioren geht es von 2. bis 10. September beim ATUS Knittelfeld um Meisterehren. Und das Landesleistungszentrum Leibnitz ist von 7. bis 10. September Schauplatz der Jugend-Titelkämpfe. Die Jugend-Landesmeisterschaft ist zugleich auch das Masters des Raiffeisen Styrian-Junior-Circuits. Am 16. und 17. September findet im LLZ Leibnitz zudem das Landesfinale des Babolat STTV Team-Kids-Cups statt. Mit der Zischka ÖTV Seniors-Trophy macht auch die große österreichische Turnierserie der Senioren in diesem Jahr zweimal auf steirischen Plätzen Station (25. bis 31. Juli/TUS Sparkasse Spielberg, 15. bis. 20. August/TC LUV Graz).

Nach Evelyn Fauth wurde nun auch Andreas Leber zum steirischen Trainer des Jahres gekürt

„All diese Veranstaltungen liegen uns sehr am Herzen und stellen daher einen Schwerpunkt in unserer Verbandsarbeit dar. So sind wir gerade dabei, das Format der Steirischen Landesmeisterschaften für alle Altersklassen zu überarbeiten, damit die Titelkämpfe wieder einen besonderen Stellenwert erhalten. Mit dem Raiffeisen Styrian-Junior-Circuit und dem Babolat STTV Team-Kids-Cup bieten wir zwei erfolgreiche Turnierserien für den Nachwuchs an. In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Talente bei uns in besten Händen sind. Nachdem Evelyn Fauth vor zwei Jahren als steirische Trainerin des Jahres ausgezeichnet worden war, wurde diese Ehre vor wenigen Tagen auch unserem sportlichen Leiter Andreas Leber zuteil“, ergänzt Muhr. Ebenso stolz macht die STTV-Präsidentin die Tatsache, dass die Steiermark mit Ingrid Resch, Karl Pansy, Alex Pfann und Peter Pokorny über absolute Weltklassespieler im Seniorenbereich verfügt.

Neben den zahlreichen Veranstaltungen legt der STTV auch ein großes Augenmerk darauf, den 225 steirischen Tennisvereinen professionelle Dienstleistungen anzubieten: „Die Arbeit des STTV-Teams ist davon geprägt, Breiten-, Spitzen- und Tennis für Menschen mit Behinderung wirkungsvoll aufeinander abzustimmen. Wir wollen unseren Zielgruppen von den Kids bis zu den Senioren individuellen und effizienten Service bieten. Den drittgrößten Fachverband generationengerecht zu managen, bleibt unser Ziel“, so Muhr.

Sebastian Ofner ist auf dem Weg nach oben: Die Nummer 1 der Steiermark hat die Top 200 der Weltrangliste im Visier

Die Weltranglisten-Platzierungen am Ende der vergangenen vier Jahre sprechen eine deutliche Sprache: Von Position 1.524 im Dezember 2013 hat sich Sebastian Ofner über die Ränge 1.348 (2014) und 803 (2015) bis auf Platz 339 am Ende der Vorsaison nach vorne gearbeitet. Mittlerweile steht für den am kommenden Freitag 21 Jahre alt werdenden Obersteirer Platz 265 als bestes ATP-Ranking zu Buche. Das erklärte Ziel Ofners ist es, bis zum Jahresende 2017 die Top 200 zu knacken.

„Um das zu schaffen, muss ich auf Challenger-Ebene einige brauchbare Ergebnisse abliefern. Aber ich denke, dass das möglich ist. Ich habe ja bereits bei einigen Matches gesehen, dass ich vom Tempo und der Konstanz her schon mit weit höher gereihten Spielern mithalten kann“, sagt Ofner, der in der Vorsaison die Future-Turniere in Bad Waltersdorf, Innsbruck, St. Pölten und Heraklion (GRE) gewonnen hat und heuer Anfang Februar ebenfalls auf Future-Ebene in Antalya (TUR) triumphiert hat.

Mit diesen Erfolgen hat sich die steirische Nummer eins für die Challenger-Tour empfohlen, womit er die nächste Sprosse auf seiner Karriereleiter erklommen hat. Im „Vorzimmer“ zur großen ATP World Tour ist Ofner auch schon der eine oder andere Achtungserfolg gelungen. In Breslau (POL) und Ostrau (CZE) ist er jeweils in das Achtelfinale vorgestoßen. In Francavilla (ITA) hat er mit einem Sieg in der letzten Qualifikationsrunde gegen den Deutschen Yannick Hanfmann den Hauptbewerb erreicht – also gegen jenen Hanfmann, der in der Vorwoche beim ATP-250-Turnier in München (GER) aus der Qualifikation heraus bis in das Viertelfinale stürmte und dabei so etablierten Spielern wie dem Niederösterreicher Gerald Melzer oder dem Brasilianer Thomaz Bellucci das Nachsehen gab.

Trainingseinheiten mit Dominic Thiem sind enorm wertvoll


Für Aufsehen sorgte Ofner auch im vergangenen Oktober bei den Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle, wo er in der ersten Qualifikationsrunde den damaligen Weltranglisten-81. Inigo Cervantes (ESP) in zwei Sätzen in die Schranken wies. Für den deutlichen Aufwärtstrend in den vergangenen Monaten hat der St. Mareiner eine logische Erklärung parat: „Diese positive Entwicklung hat vor allem damit zu tun, dass seit der bestandenen Matura die Doppelbelastung von Tennis und Schule weggefallen ist. Somit konnte ich mich voll und ganz auf den Sport konzentrieren und habe so viel trainiert wie nie zuvor in meiner Karriere. Ich denke, die fünf Future-Turniersiege sind ein eindeutiger Beweis, dass diese Fokussierung ausschlaggebend für den Erfolg war“, erläutert Ofner, der in der Südstadt in der Akademie von Günter Bresnik und mit Wolfgang Thiem als Headcoach arbeitet.

„In der Südstadt habe ich die Möglichkeit, mit einer Vielzahl an heimischen und ausländischen Spielern sowie zahlreichen Talenten der Akademie zu trainieren. Außerdem kommt es auch vor, dass ich mit Dominic Thiem spiele, wenn er gerade zu Hause weilt. Das bringt natürlich enorm viel. Auch die Möglichkeit, als Sparringpartner mit den heimischen Davis-Cup-Akteuren zu trainieren, ist von unschätzbar großem Wert“, so Ofner, bei dem es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis er dem rot-weiß-roten Davis-Cup-Team als feste Größe angehören wird.

Die steirischen Bundesliga-Teams 2017

Herren BL I:      
TC Gleisdorf, ATV Irdning, TK Gratkorn

Herren BL II:      TC Kern Vogau

Herren 45:          SV Mayr-Melnhof Leoben, SG Center Court Graz

Herren 55:
          Grazer Tennisclub, TK Gratkorn

Herren 60:          GAK Tennis, TC LUV Graz

Herren 65:          GAK Tennis, TC LUV Graz           


Damen BL I:
       Grazer Park Club, GAK Tennis

Damen BL II: 
     TC Weiz

Damen 35:          UWK Graz, SV Post Graz

Damen 45:          UWK Graz, SV Post Graz, ASKÖ TV Weiz

Damen 55:          UWK Graz, SV Post Graz, TC LUV Graz

Damen 60:          UWK Graz, SV Post Graz

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