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Präsident Brunner: „Reintesten in den Sport muss möglich werden“

Anlässlich des Sportgipfels wurde ein möglicher Stufenplan für eine rasche Öffnung des Breitensports diskutiert.

ÖTV-Präsident Magnus Brunner im Gespräch mit Sport-Austria-Präsident Hans Niessl (links) und ÖFB-Präsident Leo Windtner (rechts). ©Sport Austria/Leo Hagen

Die Sorgen und Anliegen des Tennissports hat ÖTV-Präsident Magnus Brunner beim Sportgipfel am Freitag zur Lage in der Corona-Krise eingebracht. Von Seiten des Gesundheitsministers und von Vizekanzler und Sportminister wurde großes Verständnis für die Forderungen des Sports gezeigt.

Als Präsident des österreichischen Tennisverbandes bekommt Brunner die Auswirkungen durch Mitgliederaustritte, Einnahmenausfälle, beinahe vollständigem Ausfall von Wettbewerben und vor allem Rückgang von körperlicher Aktivität der Bevölkerung besonders deutlich mit. „Die österreichischen Sportvereine und Sportverbände sind für die Bundesregierung ein ganz wesentlicher Partner in der Corona-Krise. Leider mussten auch sie in der Phase des harten Lockdowns im Sinne der Kontaktminimierung zusperren und ihre wichtige Funktion für die Bewegung der Österreicherinnen und Österreicher entsprechend einschränken. Wir alle brauchen ausreichende Bewegung und regelmäßigen Sport, um die Corona-Krise gut zu bewältigen. Die mehr als 1.600 Tennisvereine mit unzähligen freiwilligen Trainerinnen und Trainern und Funktionären sowie die 400.000 Spielerinnen und Spieler sind dabei unsere Verbündeten.“

Brunner fordert daher Öffnungsschritte mit Augenmaß und unter strengen Auflagen: „Ich bin für die sofortige Zulassung von Gruppentrainings im Freien und auf Outdoor-Sportstätten unter Einhaltung der Abstandsregeln und bei Erfassung der Teilnehmer.“

Für das Indoor-Tennis sollte laut Brunner ein Trainingsbetrieb bei Vorliegen entsprechender Präventions- und Sicherheitskonzepte mit einem „Reintesten“ wie bei körpernahen Dienstleistungen ebenso im März wieder möglich sein:  „Auf einem Tennisplatz mit 450m² beispielsweise haben die SportlerInnen das Dreifache der durchschnittlichen österreichischen Wohnfläche pro Person zur Verfügung und im Regelfall 15 Babyelefanten Abstand. Das Ansteckungsrisiko ist also weitaus geringer als bei den bereits erlaubten Treffen zweier Haushalte in den eigenen vier Wänden. Hier könnte man schnell starten“, argumentiert Brunner

„Die klare Erwartungshaltung der Sportvertreter nach dem Gipfel ist ein erster verantwortungsvoller Öffnungsschritt beim Outdoor-Sport für organisierte Gruppen und die Möglichkeit zum Reintesten in den Indoor-Sport ohne Körperkontakt. Vizekanzler und Sportminister Kogler hat sich zum vom Sport vorgelegten Etappenplan der Öffnung bekannt. Jetzt müssen die Öffnungsschritte folgen“, hält Brunner das Ergebnis als Grundlage für die kommenden politischen Entscheidungen fest.

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