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Verbands-Info

Stich gewinnt s Tennis Masters - Muster holt den dritten Platz

Das s TennisMasters 2007 ist zu Ende. In Graz-Reininghaus gelang Michael Stich die Revanche für die Daviscup Niederlage von 1994 - im Finale schlug der Deutsche dann auch noch Cedric Pioline und sicherte sich den Turniersieg. Beim parallel stattfindenden Challenger gewann Victor Hanescu aus Rumänien. Besonderes Highlight: Anna Kournikova schwang das Racket im Rahmen einer Exhibition

Michael Stich ist die Revanche für die legendäre Daviscup-Niederlage aus dem Jahr 1994 in Unterpremstätten gegen Thomas Muster gelungen. Der Deutsche besiegte den Steirer am Donnerstag bei dem zur „BlackRock Tour of Champions“ zählenden Turnier im Rahmen des „s Tennis Masters“ in Graz-Reininghaus in einem spannenden Schlagabtausch mit 6:4, 6:7 (5/7) und 10:3 im entscheidenden Champions-Tiebreak.

Dabei erwischte der Lokalmatador vor mehr als 4.500 Zuschauern, die für ein ausverkauftes Haus in Graz-Reininghaus sorgten, mit einem Break im ersten Game einen optimalen Start. Muster hatte bis zum Stand von 4:3 die Partie im Griff, doch als er bei eigenem Aufschlag einige Chancen auf das 5:3 vergab und Stich das Rebreak zum 4:4 gelang, kam Sand in das Getriebe des Steirers. Mit dem Gewinn von sieben Games in Serie zog Stich auf 6:4, 3:0 davon. Zudem machten sich bei Muster zu Beginn des zweiten Satzes die schmerzstillenden Mittel bemerkbar, die er am Mittwoch nach seinem Auftaktspiel gegen Carl-Uwe Steeb gegen eine Entzündung im linken Schlagarm eingenommen hatte.

„Ich habe die Medikamente offenbar nicht vertragen und musste mich übergeben“, erklärte Muster, warum er zu Beginn des zweiten Durchgangs kurz vom Platz gehen musste. Danach packte der Leibnitzer allerdings wieder sein Kämpferherz aus, brachte sich mit dem Break zum 3:4 ins Match zurück und rettete sich nach der Abwehr eines Matchballs beim Stand von 4:5 ins Tiebreak, das Muster mit 7:5 für sich entschied. In der Kurzentscheidung des dritten Satzes war Stich jedoch eine Klasse für sich, schoss Muster eine Reihe von Punktschlägen um die Ohren und verwertete den zweiten Matchball zum Sieg. Damit sicherte sich der Wimbledonsieger des Jahres 1991 vorzeitig seinen Platz in dem am Samstag stattfindenden Finale.

„Den ersten Satz hätte ich nicht mehr aus der Hand geben dürfen, aber ich habe einige Chancen zum 5:3 nicht nützen können. Danach hat er mir den Wind aus den Segeln genommen, aber letztlich hat er verdient gewonnen. Er hat vor allem im Champions-Tiebreak unglaublich gespielt“, bilanzierte Muster, der am Freitag gegen den Australier Pat Cash einen Sieg benötigt, um in das kleine Finale einzuziehen. Muster: „Das ist jetzt mein Ziel!“ Der Steirer konnte sich damit „trösten“, dass er am Abend die Mixed-Exhibition an der Seite von Tennis-Starlet Anna Kournikova gegen Barbara Schett und Alexander Antonitsch mit 9:6 gewann.

In der Gruppe B feierte Cedric Pioline einen überraschend klaren 6:4, 6:1-Erfolg über Goran Ivanisevic, der tags zuvor noch Seriensieger Sergi Bruguera in zwei Sätzen entzaubert hatte. Bruguera kehrte seinerseits mit einem 6:3, 7:6 (9/7) über Magnus Gustafsson auf die Erfolgsstraße zurück. Am Freitag geht es im Duell Pioline gegen Bruguera um den Finaleinzug. Sollte der Franzose gewinnen, spielt er am Samstag um den Turniersieg beim „s Tennis Masters“. Sollte sich der Spanier durchsetzen, würde Ivanisevic im großen und Bruguera im kleinen Finale spielen.

Haider-Maurer stürmte ins Semifinale des ATP-Challengerturniers – Köllerer out

Andreas Haider-Maurer zog beim ATP-Challengerturnier mit einem 6:2, 6:3 gegen den als Nummer sieben gesetzten Spanier Marcel Granollers-Pujol in das Semifinale ein. Der Niederösterreicher, der in der vergangenen Woche das Futureturnier im obersteirischen Irdning gewonnen hatte, erreichte ohne Satzverlust die Vorschlussrunde. Gegner im Kampf um den Einzug in das Endspiel ist der Argentinier Leonardo Mayer, der den Slowaken Michal Mertinak mit 6:2, 6:2 abservierte.

Für den Oberösterreicher Daniel Köllerer war hingegen im Viertelfinale Endstation. Der Oberösterreicher musste sich Victor Hanescu mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. Der Rumäne trifft nun in der Runde der letzten Vier auf den als Nummer zwei gesetzten Marokkaner Younes El Aynaoui, der den Letten Andis Juska mit 6:4, 7:5 in die Schranken wies.


Bei der Ankunft in Graz wurde Anna Kournikova von den beiden Turnierdirektoren des s Tennis Masters, Herwig Straka und Edwin Weindorfer, am Flughafen Graz Thalerhof empfangen und ein Steirerjanker als Gastgeschenk überreicht.

Thomas Muster hat bei dem zur „BlackRock Tour of Champions” zählenden Turnier im Rahmen des „s Tennis Masters“ in Graz-Reininghaus durch einen 6:4, 6:4-Erfolg im kleinen Finale gegen den Kroaten Goran Ivanisevic den dritten Platz erobert. Damit hat der Steirer seine Serie prolongiert und seit dem Einstieg in die Champions Tour im Jahr 2003 bei seinem Heimturnier stets einen Platz in den Top 3 erreicht. Neben dem Triumph im Jahr 2005 stehen zwei Finalniederlagen (2004, 2006) sowie zwei dritte Plätze (2003, 2007) für den Leibnitzer zu Buche.

Gegen Ivanisevic genügte dem stark aufschlagenden Muster in beiden Sätzen jeweils ein Break, um den Erfolg ins Trockene zu bringen. „Wenn ich in meiner Karriere auf der ATP-Tour so viele Asse serviert hätte wie heute, hätte ich mir viele Kilometer erspart. Angesichts der Doppelbelastung, einerseits bei diversen PR-Terminen präsent zu sein und andererseits sportliche Top-Leistungen zu bringen, bin ich mit meinem Abschneiden zufrieden“, resümierte Muster, der für den dritten Platz 200 Punkte für die Weltrangliste kassierte und sich im Ranking mit 735 Zählern hinter Sergi Bruguera (1.680) und Cedric Pioline (790) vom vierten auf den dritten Rang nach vorne schob.
 
„Ich wusste zu Beginn der Woche noch nicht, ob ich wegen der Nervenentzündung in meiner Schlaghand überhaupt spielen kann oder nicht. Das war eine zusätzliche Belastung, weil ich weiß, wie viel Arbeit hinter dieser Veranstaltung steckt. Es war eine harte Woche für mich, jetzt freue ich mich auf meinen Urlaub“, so Muster, der nun einige Tage zusammen mit Freundin Caroline und der Familie seines heutigen Gegners Goran Ivanisevic in Kroatien verbringen wird. Muster: „Ich glaube, das habe ich mir jetzt verdient.“

Den Sieg beim „s Tennis Masters“ holte sich der Deutsche Michael Stich, der sich im Endspiel gegen den Franzosen Cedric Pioline mit 6:2, 4:6 und 10:7 im entscheidenden Champions-Tiebreak durchsetzte. Der Wimbledonsieger des Jahres 1991 feierte damit seinen zweiten Turniersieg auf der „BlackRock Tour of Champions“ nach Vale do Lobo 2003. „Bei mir ist es immer dasselbe. Wenn ich mich bei einem Turnier wohlfühle, spiele ich mein bestes Tennis. Wenn es mir nicht gefällt, spiele ich auch nicht gut. Der Sieg zeigt, dass ich die Woche in Graz extrem genossen habe“, freute sich Stich.

Im Finale des ATP-Challengerturniers behielt Victor Hanescu gegen den Argentinier Leonardo Mayer mit 7:6 (7/4), 6:2 die Oberhand. Der als Nummer acht gesetzte Rumäne, im Dezember 2005 noch die Nummer 35 im ATP-Ranking, nach einer Rückenverletzung aber auf Platz 185 zurückgefallen, wurde für seinen Triumph in Graz-Reininghaus mit einem Siegerscheck in Höhe von 3.050 Euro belohnt. „Das war mein zweiter Sieg bei einem Challenger, nachdem ich vor zwei Wochen das Turnier in Timisoara gewonnen habe. Mein Ziel ist die Rückkehr unter die Top 50 der Weltrangliste. Das ist aber nur mit viel Selbstvertrauen zu schaffen, und deshalb sind für mich Erfolge wie hier in Graz sehr wichtig“, freute sich der 26-jährige Hanescu.

Foto: GEPA-pictures/ s Tennis Masters
Anna Kournikowa bekam von den Turnierdirektoren (Weindorfer, Straka) gleich bei der Ankunft am Flughafen Graz Thalerhof einen Steirerjanker geschenkt.

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