Liga

Winter der Rekorde

STTV-Wintermeisterschaft und Wintercups starten mit Rekordnennergebnis, Sommermeisterschaft 2018 u.a. mit neuer Regelung zum Einsatz von Nichtösterreichern.

©GEPA Pictures

In diesen Tagen startet in der ganzen Steiermark die Mannschafts-Winterschaft 2017/2018. Insgesamt 35 Tennishallen sind Schauplatz der von November bis März laufenden Begegnungen. In 10 Altersklassen und 35 Gruppen wird von rd. 250 Manschaften und 3500 Spielern von der Jugend bis zu den Senioren um die Wintermeistertitel gekämpft.

Damit kann der STTV einen Anstieg von über 5% zum Vorjahr verzeichnen. Dieses Rekordnennergebnis bestätigt eindrucksvoll, dass sich die STTV Wintermeisterschaft immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Zusätzlich zu der offiziellen STTV-Wintermeisterschaft werden sechs weitere Wintercups ausgetragen, die ebenfalls unter der Schirmherrschaft des STTV stehen. Über 1600 Spieler in über 100 Mannschaften treten in diesen Wintercups gegeneinander an. Ebenso ein absoluter Rekord.

Sommermeisterschaft 2018 – eine steirische Liga

In den letzten Jahren wurde oft darüber diskutiert, wie die Legionärsflut in den steirischen Vereinen eingedämmt werden könnte und wie man es schaffen könnte, dass die Meisterschaft wieder von überwiegend steirischen SpielerInnen entschieden wird. DerVorsitzende des STTV-Wettspielausschusses Gerald Groicher wurde in vielen Gesprächen von den Vereinen aufgefordert, dass der STTV an einer Lösung für diese Thematik arbeiten soll. Der Wettspielausschuss, der für den ordnungsgemäßen Ablauf der Meisterschaft und die Erstellung der Durchführungsbestimmungen verantwortlich ist, hat daraufhin im Sommer 2017 das Projekt mit einer Umfrage gestartet, wie die Vereine zu einer Verankerung einer neuen Nichtösterreicher-Regelung in den Durchführungsbestimmungen stehen. Resultat war ein überwiegend zustimmendes Feedback der Vereine. Es gab lediglich zwei kritische Stimmen – von 225 Vereinen, die allerdings in einem persönlichen Gespräch des STTV Vorstandes von der Sinnhaftigkeit der neuen Bestimmung überzeugt werden konnten. Mit diesem Ergebnis wurde auch eindrucksvoll bestätigt, dass der STTV mit seiner Initiative richtig liegt.

Damit gibt es nun eine klare Regelung hinsichtlich des Einsatzes von NichtösterreicherInnen in den steirischen Ligen 2018. Hier in Kurzform die neue Bestimmung:

4:2 bzw 3:1 Regelung

Pro Mannschaft sind in den Landesligen A der Allg. Klasse (Damen + Herren) vier (4) Nichtösterreicher nennberechtigt und pro Begegnung zwei (2) Nichtösterreicher spielberechtigt. In allen anderen Klassen sowie auch bei Senioren und Jugend sind drei (3) Nichtösterreicher nennberechtigt und pro Begegnung ein (1) Nichtösterreicher spielberechtigt.

Wie werden nun Nichtösterreicher zu “ Österreichern“?

Nichtösterreicher, die über eine Gleichstellung gemäß der ÖTV Wettspielordnung verfügen, sind dabei wie österreichische Staatsbürger zu behandeln (Hauptwohnsitz ein Österreich, Arbeit in Östereich etc.)

Nichtösterreicher, die über keine Gleichstellung gemäß der ÖTV Wettspielordnung verfügen, jedoch zum Zeitpunkt der Nennung seit mindestens drei Jahren (Jugendliche seit mindestens zwei Jahren) ununterbrochen in einer Mannschaftsliste des jeweiligen Vereins geführt sind und in der jeweiligen Liga oder Klasse mindestens einmal jährlich eingesetzt waren, sind ebenfalls wie österreichische Staatsbürger zu behandeln.

Eine sinnvolle und faire Lösung

„Es war unser Ziel eine faire Lösung für alle Vereine in der Steiermark zu finden. Gerade in den grenznahen Vereinen gibt es viele slowenische oder ungarische SpielerInnen, die auf Grund des professionell organisierten Meisterschaftsbetriebes gerne in der Steiermark spielen und schon viele Jahre Mitglieder in diversen Vereinen sind. Diese SpielerInnen sind in das Vereinsleben integriert und so auch als gleichgestellt zu behandeln. Wir wollten gemeinsam und in Abstimmung mit unseren Mitgliedsvereinen einen Riegel zum kurzfristigen Engagement von ausländischen SpielerInnen vorschieben, um unseren besten steirischen SpielerInnen wieder die Möglichkeit zu geben unsere Meisterschaft mitentscheiden zu können. Ich freue mich sehr, dass wir ab der Meisterschaftssaison 2018 nun eine für alle steirischen Vereine sinnvolle Lösung gefunden haben und danke allen Verantwortlichen für Ihre tolle Kooperation zu dieser Thematik“, so STTV Präsidentin Barbara Muhr.

Damit ist auch ein „Gentlemens Agreement“, wie vereinzelt in anderen Verbänden praktiziert, hinfällig und die neue Regelung gibt den STTV Verantwortlichen auch die Möglichkeit in den nächsten Jahren weiter optimieren und nachjustieren zu können.

Reduktion der SpielerInnenanzahl in den untersten Klassen – ein Versuch

Zusätzlich zu dieser Neuerung gibt es einen weiteren Vorstoß des STTV die Manschaftsmeisterschaft vor allem in den unteren Klassen bzgl. des Ablaufes zu straffen. Es werden 2018 erstmals nur 4 Singles (statt 6 Herren bzw. 5 Damen) und zwei Doppel (statt 3 bei den Herren) pro Begegnung gespielt. Somit wird die oft gewünschte Reduktion der Gesamtspielzeit einer Begegnung gewährleistet und gleichzeitig die Zusammenstellung der SpielerInnen einer Mannschaft erleichtert, da nur 4 SpielerInnen für eine komplette Mannschaft benötigt werden.

Der STTV ist mit diesen Neuerungen federführend in Österreich und beweist mit der Umsetzung dieses Projektes wieder einmal Innovationsbereitschaft und den Willen den großen Breitensportbereich laufend zu modernisieren.

 

 

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