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International

Mittwoch, 12. September 2018
Wir sind bereit für den Davis Cup!

Das Tennisfest in Graz kann beginnen. Kapitän Stefan Koubek spricht vonperfekten Bedingungen.

„Bei meinem Amtsantritt 2015 war das erklärte Ziel der Aufstieg in die
Weltgruppe“, sagt Daviscup-Kapitän Stefan Koubek. Dreieinhalb Jahre später fehlt dem „Kronen Zeitung Austria Davis Cup Team“ nur noch ein Sieg, um erstmals seit 2013 wieder in der obersten Liga des Welttennis mitzumischen. Von 14. bis 16. September 2018 wird auf der Messe Graz gegen Australien gespielt, die Tribünen bieten Platz für 6000 Zuschauer.

Der Freitag (Spielbeginn 11 Uhr) ist bereits ausverkauft, Restkarten für Samstag (Doppel, 14 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) gibt es noch unter www.oeticket.com. Einlass ist jeweils eineinhalb Stunden vor Spielbeginn.

Der Center Court wurde ganz im Sinne des Heimvorteils gebaut. „Fakt ist, dass wir eine Sandplatz-Nation sind und Australien eine Hartplatz-Nation ist“, sagt Koubek. „Es ist ein super lässiger Platz, brettlharter Sand, zügig, die Bälle springen hoch ab. Alles, wie wir es brauchen. Wir müssen die Australier bewegen.“ Der Kapitän spricht von perfekten Bedingungen, rundum. „Angefangen von der Organisation bis zum Trainingsgelände und dem riesigen Interesse der Fans, die uns am Wochenende anfeuern werden, ist alles top hier in Graz. Das I-Tüpferl muss jetzt von uns kommen.“

Eine entscheidende Rolle wird natürlich Dominic Thiem zufallen. „Er zählt auf Sand zu den besten drei Spielern der Welt. Ich kann mir vorstellen, dass das Doppel entscheidend sein kann.“ Auch hier darf Österreich auf einen Weltklassemann setzen. Australian-Open-Sieger und Paris-Finalist Oliver Marach wird im Ranking als Nummer 3 geführt, an der Seite des Grazers wird Jürgen Melzer sein 75. Match im Daviscup bestreiten. Das routinierte Duo bekommt es voraussichtlich mit John Peers (ATP-7) und Playing Captain Lleyton Hewitt zu tun, der ehemaligen Nummer 1 der Single-Welt. Ob Dennis Novak oder Gerald Melzer das zweite Einzel bestreiten darf, lässt Koubek noch offen. „Ich werde beide im Training beobachten und mich dann entscheiden. Dennis hat eine gute Saison hinter sich, hat sich bei Grand-Slam-Turnieren drei Mal für den Hauptbewerb qualifiziert. Gerald ist auf Sand vielleicht ein bisschen stärker.“

Im direkten Duell führt Australien 2:1 – im Jahr 1989 siegten Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch im Wiener Dusika-Stadion 5:0. „Die haben 28 Mal den Daviscup gewonnen, sie wissen also, wie es geht“, sagt Koubek, „Lleyton Hewitt hat eine unfassbare Karriere hinter sich, er ist ein Vollpatriot. Ich schätze die Chancen mit dem Heimvorteil auf 50:50.“

Auch Hewitt ist mit den Bedingungen auf der Messe Graz zufrieden. „Es ist schwer, für drei Tage einen Sandplatz zu bauen. Das ist sehr gut gelungen.“ Der Australier zollt dem Gegner höchsten Respekt. „Über die Qualitäten von Dominic Thiem auf Sand müssen wir nicht reden. Er hat auf diesem Belag Nadal geschlagen, das sagt alles. Aber er wird mit dem Druck zurecht kommen müssen, die Zuschauer hier erwarten von ihm zwei Punkte.“ Ob auch für ihn das Doppel eine vorentscheidende Rolle spielen wird? „Jedes Match ist gleich wichtig. Am Ende zählen nur drei Punkte.“ Wer nach der Absage von Nick Kyrgios (Hewitt: „Das ist sehr enttäuschend“) die beiden Einzel-Partien bestreiten wird, will der Kapitän noch nicht preisgeben. In der Poleposition sind US-Open-Viertelfinalist John Millman und Jungstar Alex de Minaur. „Aber auch Jordan Thompson ist eine Option, er hat im Daviscup schon herausragend gespielt.“

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