Hartberg vertritt die Steiermark nächstes Jahr wieder im Bundesliga-Oberhaus
Die Bundesligasaison ist geschlagen und auf der Anlage des STC Salzburg hat es am Wochenende unter den rund 700 Zuschauern viele lange Gesichter gegeben, denn anstelle der erfolgreichen Titelverteidigung setzte es in der Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Mauthausen eine empfindliche 1:5-Niederlage.
Im nächsten Jahr wird auch die Steiermark wieder im Konzert der Großen vertreten sein. Denn der TSV Hartberg schaffte sensationell ohne Punkteverlust den Meistertitel in der zweiten Liga und damit verbunden den Aufstieg in die oberste Liga. „Das war schon sehr überraschend, denn im Jahr davor wären wir in der fast gleichen Besetzung beinahe abgestiegen“, erzählt Hartberg-Tennis-Obmann Michael Steiner. Mit dem einzigen Neuzugang Thomas Statzberger war aber eine große Verstärkung gelungen. „Unser Ziel war das obere Play-off, denn dann hat man früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Einzig beim 5:4 in Klagenfurt wurde es knapp. Danach setzte sich das Team mit Kapitän Maximilian Steiner, Alexander Huszar (18), der sich im heurigen Sommer seine ersten drei ATP-Punkte erspielte, sowie den weiteren Einheimischen Hans-Peter Kaufmann und Jan Göberndorfer auch im Play-off ganz an die Spitze.
„Wir werden die Mannschaft in den Grundzügen gleich lassen, denn das ist ja unsere große Stärke“, so der Obmann. Vielleicht werde als Backup zum ukrainischen Langzeitlegionär Vladislav Orlov ein zweiter Spieler für diese Position gefunden. Orlov und Riccardo Bellotti, der bereits in die achte Bundesligasaison mit Hartberg geht, zählen zu den großen Stützen des TSV. „Wir waren ja schon 2023 und 24 in der 1. Bundesliga und haben da gezeigt, dass wir an einem guten Tag voll mithalten können. Gegen Mauthausen haben wir zwei Doppel im Match-Tiebreak verloren und das dritte gewonnen. Da wäre dann in den Singles auch was drin gewesen“, erinnert sich Steiner. Insgesamt sei die Bundesligamannschaft zwar wichtig als Aushängeschild, die wirkliche Arbeit würden aber die insgesamt 22 Teams des Vereins von den Kindern bis zu den Senioren repräsentieren.
Landesligameister Gratkorn scheiterte in Aufstiegsspielen
Der letzte steirische Vertreter im Bundesligabereich war Herren-Landesligameister TK Gratkorn, der sich in den Aufstiegsspielen für die 2. Bundesliga versuchte. Nach einer 2:7-Niederlage gegen den Ober St. Veiter TC aus Wien verzichteten die Gratkorner auf das mögliche Spiel um Platz drei, weil mehrere Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung gestanden wären. „Es waren gegen Ober St. Veit zwar einige knappe Partien dabei, aber in acht von zehn Fällen verlieren wir. Sie waren schon sehr stark“, sagt Gratkorn-Kapitän Matthias Hirschmann. Und ergänzt: „Wir werden nächstes Jahr einen neuen Anlauf unternehmen.“
Der zweite steirischen Vertreter in der Bundesliga bei den Herren war der GAK, der Rang fünf im unteren Play-off belegte und auf den Rückzug eines anderen Teams hoffen muss, um nächstes Jahr in der Bundesliga bleiben zu dürfen. Die GAK-Damen belegten in der 2. Bundesliga den zweiten Platz im unteren Play Off und die Hartberger Damen müssen als Sechstplatzierte aus der 2. Bundesliga absteigen.