US Open: Behrmann setzt Erfolgslauf in New York fort
Der erfreuliche Erfolgslauf von Thilo Behrmann im U18-Bewerb der US Open in New York ist in die Verlängerung gegangen. Der 18-Jährige hat am späteren Mittwochabend nach MESZ, bei seiner letzten möglichen Teilnahme an einem Jugend-Grand-Slam, nun bereits das Viertelfinale erreicht – sein zweites auf höchster Ebene nach jenem bei den French Open im Juni 2026. Zwar musste der siebtgesetzte Wahlburgenländer (ITF 6) bei seinem dritten Einzelmatcheinsatz in Flushing Meadows den ersten Satzverlust hinnehmen. Am Ende setzte er sich allerdings auch gegen den zwölftgereihten US-Lokalmatador Andrew Johnson (ITF 12) nach Satzrückstand und 2:19-stündigem Kampf knapp mit 4:6, 7:6 (2), 6:2 durch. Sein nächster Kontrahent ist am Donnerstag der ungesetzte Italiener Simone Massellani (ITF 42).
Mit Johnson stand Behrmann ein erst seit kurzem 17 Jahre junger Mann gegenüber, der in seinem zarten Alter schon die Nummer 805 im ATP-Ranking ist. Behrmann musste bei den ersten Breakmöglichkeiten der Partie den Aufschlagverlust zum 4:5 hinnehmen und ließ im nächsten Game noch zwei Chancen aufs Rebreak aus. Im zweiten Satz vergab er dann alle seine zehn Breakbälle, behielt aber bei eigenem Service und im Tiebreak stets die Kontrolle und die Nerven – und erzwang so einen entscheidenden dritten Durchgang. Da machte er bei 1:2 und 30:40 die erste Breakgelegenheit zunichte und gab in weiterer Folge kein einziges Spiel mehr ab. Im Finish seiner Jugendkarriere bietet sich Behrmann hiermit tags darauf die Chance, zum ersten Mal auf einer der vier größten Tennisbühnen der Welt unter die letzten Vier einzuziehen.
Auch im Doppel hatte Behrmann seine Auftaktpartie gewonnen und die Möglichkeit zum Aufstieg ins Viertelfinale besessen. Diese konnte der Schützling aus der Thiem Academy Burgenland im Gegensatz zum Single jedoch nicht ergreifen: Behrmann verlor am späten Mittwochabend nach MESZ mit seinem Spielpartner Dan Brand aus Israel (ITF 28) gegen Yannik Alvarez aus Puerto Rico (ITF 11) und US-Lokalmatador Ryan Cozad (ITF 46) glatt mit 2:6, 2:6. Letzterer revanchierte sich damit bei ihm für die Erstrundenniederlage aus der Einzelkonkurrenz.