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WTA Rom: Potapova reitet weiter auf der Erfolgswelle

Für die Wahlösterreicherin ist jetzt auch eine Setzung bei den French Open in Paris greifbar.
Verfasst von: Manuel Wachta, 07.05.2026
© GEPA pictures / ZUMA Press / AFP7 / Irina R. Hipolito
Anastasia Potapova befindet sich nach wie vor in ausgezeichneter Form.

Vor nur einem Monat sah es noch so aus, als müsse Anastasia Potapova womöglich erst mal ihren Platz unter den Top 100 räumen. Auf Platz 97 war die Ex-Weltranglisten-21. in den WTA-Rankings des 6. Aprils zurückgefallen. Doch nach zwei tollen Turnierleistungen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus: Durch ihren als erste Österreicherin in der Turniergeschichte geschafften Endspieleinzug beim WTA-500-Heimevent Upper Austria Ladies Linz und zuletzt ihrem fulminanten Lauf in Madrid, wo sie als erste Lucky Loserin überhaupt ins Halbfinale einer WTA-1000-Veranstaltung stürmte, ist die 25-Jährige als 38. sogar unter die besten 40 zurückgekehrt. Und auch beim nächsten 1000er-Event in Rom reitet Potapova weiterhin auf der Erfolgswelle. Sie steht in Italiens Hauptstadt aus der Qualifikation heraus in der zweiten Hauptrunde.

Potapova bezwang in der Vorausscheidung zunächst die rumänische Ex-Weltranglisten-22. Irina-Camelia Begu (WTA 184) mit 6:1, 7:5, und das nach 0:3- und 1:4-Rückstand mit Doppelbreak im zweiten Satz. Die Nummer eins der Setzliste ließ dem am Dienstag noch ein 4:6, 6:4, 6:2 gegen die auf 13 gereihte Tschechin Nikola Bartunková (WTA 94) folgen. Und am Mittwoch knüpfte die Neo-Österreicherin im Main Draw daran an: Sie eliminierte im Qualifikantinnenduell auch die Ungarin Dalma Gálfi (WTA 119) nach 2:4 im dritten Set mit 5:7, 6:2, 6:4. Von ihrer vor kurzem bescheidenen Ausgangsposition ausgehend, steht Potapova nun unmittelbar davor, sich gar noch die Setzung bei den French Open in Paris zu erarbeiten, wo 32 Spielerinnen in den ersten zwei Runden den (nach Ranking) größten Brocken entgehen. Im Liveranking befindet sie sich bereits auf Position 31. Sollte sie am Freitag gegen die elftgesetzte Tschechin Karolína Muchová (WTA 11) nachlegen können, so würde sich ihre Ausgangsposition im Kampf um einen Top-32-Platz im maßgeblichen WTA-Ranking am 18. April deutlich weiter verbessern.

Kraus, Tagger und Grabher mit Teilerfolgen

In der Qualifikation im Foro Italico war Österreich dieses Mal bei den Damen sogar durch ein Quartett vertreten. Neben Potapova bewältigten auch Sinja Kraus, Julia Grabher und Lilli Tagger allesamt die erste Hürde bei den Internazionali BNL d’Italia. Kraus (WTA 103) meisterte danach durch ein starkes 7:6 (3), 6:2 gegen die zweitgesetzte Rumänin Elena-Gabriela Ruse (WTA 67) auch ihre zweite Aufgabe und damit bei ihrer vierten WTA-1000-Teilnahme zum dritten Mal die Vorausscheidung. Auf ihren ersten Hauptbewerbssieg auf dieser Ebene muss die Wienerin aber vorerst noch warten: Auf dem Campo Centrale der historischen Anlage in Rom musste sie sich spät am Mittwochabend der Lokalmatadorin Elisabetta Cocciaretto (WTA 41) mit 2:6, 4:6 beugen. Tagger war trotz Niederlage in der zweiten Qualifikationsrunde als Lucky Loserin ebenfalls noch ins Hauptfeld nachgerückt und traf dort so wie erst vor zwei Monaten in Indian Wells auf die Griechin Maria Sakkari (WTA 47). Die junge Osttirolerin (WTA 92) zeigte sich gegenüber dem damaligen 5:7,-0:6-Ausscheiden deutlich verbessert und hatte gegen die frühere Nummer drei der Welt bei 7:5, 2:0 und Breakball zum 3:0 gar die Überraschung auf dem Schläger, gewann danach aber nur noch ein Game und verlor mit 7:5, 3:6, 0:6. Grabher war im Qualifikationsfinale Gálfi unterlegen.

Bei den Herren ist Sebastian Ofner hingegen der einzige rot-weiß-rote Starter im Einzel. Der Steirer (ATP 82) misst sich am Donnerstagabend in der ersten Hauptrunde mit dem US-Amerikaner Alex Michelsen (ATP 42) und würde bei einem Sieg anschließend auf den topgesetzten, italienischen Hausherren und frischgebackenen Madrid-Champion Jannik Sinner (ATP 1) treffen.

| GEPA pictures / ZUMA Press / AFP7 / Irina R. Hipolito

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